Die Sonne scheint, das Aquarium ist sauber

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putzen

Kennt ihr dieses Zitat aus dem Animationsfilm „findet Nemo“ aus dem Jahr 2003?

Die kleine Garnele soll das Aquarium nicht putzen, damit die Tiere die Flucht des kleinen Nemo aus der menschlichen Gewalt organisieren können, die kleine Garnele kann aber nicht anders und putzt trotzdem.

Ja so einfach geht es, einfach putzen, obwohl, bist du auch der Typ der ungern putzt, weil das immer mit so viel Aufwand verbunden ist?

Ekelt es dich vielleicht vor dem Schutz, dem Putztuch und den Putzmitteln?

Oder gehörst du zu der beneidenswerten Spezies, der gerne-Putzer?

Hier ein paar Tipps, wie’s leichter geht:
1. Regelmäßiges Putzen reduziert den Aufwand – wenn ich gar nicht so viel Kalkablagerungen entstehen lasse, wenn die Staubschicht keine „archäologischen“ Dimensionen erreicht, wenn die Fenster bereits geputzt werden, solange man noch durchsieht verringert sich der Aufwand enorm.

– ich bin wesentlich schneller
– ich greife nicht zu so heftigen Putzmitteln
– ich brauche nicht so viel Energie aufzuwenden – die hebe ich mir lieber auf für’s Wandern oder Freundinnen treffen – auch die richtige Belohnung ist wichtig

2. Kleine Putzeinheiten schaffen – heute ist das gesamt Esszimmer dran, also Boden, Fenster und Möbel, kommende Woche das Schlafzimmer
…Oder heute alle Fenster, nächste Woche alle Böden
Je nachdem, welcher Typ du bist, wirst du glücklich damit sein, dass das gesamte Wohnzimmer blitzt, also auch die Bücher abgestaubt, die Fotos an der Wand staub und die Couch fleckenfrei. Oder du freust dich daran, dass die Fenster in jedem einzelnen Zimmer sauber sind.

Vielleicht erwartest du ja Besuch, und es ist dir wichtig, dass der eine Raum besonders sauber ist. Kaum ein Besucher wird deinen Abstellraum oder das Schlafzimmer betreten und wenn, wie viele deiner Freunde „kontrollieren“ schon die Staubschicht? Aber wenn die Gäste mittags da sind und die Sonne durch schmutzige Fenster scheint, ist es dir vielleicht unangenehm, dass man den Dreck so gut sieht. Dann empfehle ich, nur diese, aber dafür gründlich zu putzen, du wirst stolz auf dich sein und eine Freude am Ergebnis haben.

Und zu guter Letzt

3. Es ist um vieles stressfreier, wenn du eine Arbeit einfach erledigst, ohne großes Aufhebens darum zu machen. Es gibt Dinge, die du nicht ändern kannst, die du nicht beeinflussen kannst, die du nicht verhindern kannst. Wenn du dich mit ihnen arrangierst, sie akzeptierst, nicht gegen sie ankämpfst, erspart dir das unnötige Energieverschwendung. Stressfreier ist es diese Sachen einfach zu erledigen.
Welche Kraft musst du aufbringen dich zum Saubermachen zu überwinden? Welche Anstrengung liegt darin den unliebsamen Besen oder das gehasste Tuch zu benutzen?
Es ist sinnvoll, zu akzeptieren, dass du nicht darum herum kommst.

Wir wollen perfekt sein und das in so kurzer Zeit wie möglich, und gerade da muss ich überlegen, wie aufwendig es eigentlich ist, mich gegen notwendige Tätigkeiten wie das Putzen zu wehren, wenn ich mich sogar dazu zwingen muss.

Für uns Hausfrauen und Hausmänner haben sich die Zeiten geändert. Unsere vielen Freizeitaktivitäten, die stressigen Jobs und die hohen Anforderungen, die wir an uns stellen, haben auch unser Putzverhalten verändert. Wir wollen perfekt sein und das in so kurzer Zeit wie möglich.

Reinigungsarbeiten im Haus, dem Büro, der Praxis müssen erledigt werden. Die Oberfläche, die ewig sauber bleibt, ist trotz des menschlichen Fortschritts noch nicht erfunden worden und mit Zunahme von Produktivität, Verkehr, Weltbevölkerung, Klimawandel und Wegwerfkultur wird der Schmutz auch immer mehr.

Andererseits lassen striktere Ansprüche an die Hygiene, neuartige Oberflächen und das erhöhte Gesundheitsbewusstsein uns immer anspruchsvoller beim Putzen werden.
Wenn dein Haus verschmutzt ist, wenn du nicht mehr durch die Fenster sehen kannst, wenn der Boden voll Brösel, Haare und anderem Dreck ist, wenn sich in deiner Küche das Geschirr stapelt, der Herd voll Fettspritzer, der Kühlschrank voll Schimmel und das Klo in einem erbärmlichen Zustand ist, spätestens dann musst du sogar putzen, damit deine Gesundheit nicht gefährdet wird.

Du kannst dir sicher vorstellen, was das dann für einen Aufwand bedeutet.
Doch soweit lassen es Gott sei Dank die wenigsten kommen, die meisten von uns haben ein vernünftiges Verhältnis zur Sauberkeit der eigenen vier Wände. Wenn nicht, ist es eine Störung, die behandelt gehört.

Probiert es selbst gleich aus, nehmt euch eine Woche lang vor dem Schmutz konsequent an den Kragen zu gehen, wischt das Waschbecken wenigstens einmal am Tag nach, geht mit eurem Mop kurz über die schlimmsten Stellen, ihr werdet sehen, den anstrengenden Putztag könnt ihr euch ersparen und auch die Putzfrau ist schneller fertig und somit kostengünstiger.

In diesem Sinne – viel Spaß beim Frühjahrsputz.
Elke Lamprecht-Komers – Ihre Beraterin für ökologisch Reinigungssysteme

2 Kommentare

  1. Liebe Elke,
    eins hast Du vergessen-:))
    Für mich hat Putzen echt was „Meditatives“. Man kann wunderbar dabei abschalten! Es ist eine so befriedigende Arbeit, da man ja sofort das schöne Resultat sieht. Ohne zu übertreiben: Putzen und Aufräumen kann richtig Spaß machen und trägt auch sehr zur Ordnung im Kopf bei!

    Sauber Grüße von Simone aus der „Best Ager Lounge“

    • Liebe Simone,
      wie recht du doch hast.
      Den meditativen Nutzen von Putzen – was für ein Wortspiel 😉 – den habe ich auch schon für mich entdeckt und erwähne ihn auch immer bei meinen Workshops.
      Du kannst dir sicher vorstellen, wie ich mich freue, wenn Menschen dabei sind, die im Putzen bisher nur streßige Arbeit gesehen haben. Ihr Erstaunen, wenn sie sie erkennen, dass gerade so routinemäßige Tätigkeiten dabei helfen können, den Alltag zu vergessen und zur Ruhe zu kommen.

      liebe Grüße retour

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