Bier ist Frauensache

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Wer glaubt, dass Bier vorwiegend eine Männerangelegenheit ist, der irrt.
Bereits in der Antike war das Bier brauen, sowie das Brot backen, Frauensache.

Das hielt sich bis ins Mittelalter. Erst später verdrängten die Mönche die Brauerinnen vom Sud, weil die Klöster in der Bierausschank eine lukrative Einnahmequelle entdeckten.

Doch Frauen wussten sich zu helfen.

Es gab ja auch Nonnenklöster. Selbst die Äbtissin Hildegard von Bingen, die größte Ärztin des zwölften Jahrhunderts, gab 1150 kurz und bündig den Rat: »Cerevisiam bibat! Trinkt Bier! Sie meinte das durchaus medizinisch.
Schon der griechische Philosoph Aristoteles hielt Bier für ein gutes, leichtes, unschädliches Schlafmittel.

Und selbst vom Hopfen werden nur die weiblichen Blütenstände fürs Brauen verwendet. Diese enthalten das Hopfenharz, welches dem Bier die feine Bitterkeit gibt, die Haltbarkeit erhöht und antiseptische Wirkung hat. Hopfen wirkt allgemein beruhigend, dabei aber stoffwechselanregend.

Und was den Geschmack betrifft. Wir Frauen sind den Herren beim Verkosten sensorisch überlegen. Sozusagen eine Nasenlänge voraus.

Aber letztendlich geht’s es darum ob es schmeckt!

Autorin: Romana Fertl

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