3 Selbstmanagement Tipps für Solopreneure

Das mache ich um meinen Kopf zu sortieren!

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Klebezettel

Ich liebe es an mehreren Fronten gleichzeitig zu arbeiten. Das war schon immer so und auch der hundertste Artikel über „Fokussiere dich laserscharf auf genau ein Thema“ wird meinen Charakter nicht ändern.

Mein Leben ist bunt und meine Interessen vielschichtig.

Ich würde vor Langeweile sterben, müsste ich nur eine einzige Sache tun. Oft höre ich die Frage ob mein Tag auch nur 24 h hat und ja das ist tatsächlich so. Heute möchte ich euch verraten, dass es auch bei mir Tage gibt, wo mir meine vielen Projekte und Interessen über den Kopf wachsen. Auch bei mir ist es irgendwann einmal zu viel und ich seh den Wald vo lauter Bäumen nicht mehr! Darum möchte ich euch heute 3 Selbstmangement Tipps verraten, die bei mir Wunder wirken!

Themen Tage schaffen Fokus

Wenn ich meine Arbeit plane, dann überlege ich mir Zeiten, wo ich sogenannte Thementage einlegen kann. Das sind Tage, wo ich mich gezielt einem Gebiet widme. Zum Beispiel einem bestimmten Projekt, dem Marketing oder – ja das muss auch sein – dem Haushalt (damit wir nicht in einer Räuberhöhle wohnen müssen). Entweder ich handhabe es so, dass ich mir für den Tag eine bestimmte Priorität setze und hauptsächlich diese bearbeite oder ich blockiere tatsächlich einen ganzen Tag oder sogar eine ganze Woche um mich einem Projekt zu widmen.

Im August – psssst niemand verraten – bin ich eine Woche auf Urlaub und die zweite Woche blockiere ich für ein bestimmtes Projekt, das ich schon lange umsetzen wollte. Offiziell bin ich zwei Wochen auf Urlaub. Schwups schon hab ich mir eine Arbeitsinsel geschaffen.

Licht ins Dunkle bringen mit Projektplanung

Es gibt sie die ganz schwarzen Tage, an denen ich den Kopf verliere und nicht mehr weiß was wichtig ist, welche Aufgabe als nächstes ansteht oder ich vor Angst „etwas zu vergessen“ komplett unrund bin. Ich hasse diesen Zustand und bin froh eine Methode gefunden zu haben, die mich aus dieser Dunkelheit führt. Überhaupt ist Zeitmanagement ganz wichtig für mich! Wie mache ich das?

Wichtig für mich ist, dass ich analog arbeite: mit Stiften, Papier, Post its, Flipchart Papier. Meinen Kopf zu ordnen funktioniert nur mit der entsprechenden haptischen Erfahrung und einer Portion Kreativität. Zunächst kommt das Flipchart Papier zum Einsatz. Darauf schreibe ich mir einen Raster, wo ich alle Arbeitsfelder/Projekte eintragen kann. Daneben kommen Spalten für die nächsten Wochen. Die Arbeitsfelder selbst schreibe ich auf große Post its, damit ich diese in eine Reihung/Priorisierung bringen kann. Die Priorisierung ergibt sich aus wirtschaftlichen Gedanken – welche Projekte/Arbeitsfelder bringen mir unmittelbar Umsatz und wie hoch ist der Aufwand dorthin zu kommen. Der Rest ist Bauchgefühl. Nachdem die großen Post its kleben, zerschnippel ich die To Dos.

Das heißt ich überlege zu jedem Überthema was in nächster Zeit zu tun ist und schreibe jeden Schritt auf kleine Post its. Wichtig dabei ist, dass ich genau weiß was ich meine und dass die Schritte klein genug sind! Zum Beispiel wäre „neuen Newsletter machen“ zu groß. Ich schreibe dann lieber „Thema für Newsletter auswählen“, „Bilder recherchieren“, „Newsletter erstellen“, „Versand Newsletter“ — d.h. wirklich die Einzelschritte. Erst zum Schluss klebe ich die kleinen Post its in die entsprechenden Wochen und bringe somit die zeitliche Komponente hinein. Achtung, dass nicht zu viele Aufgaben von unterschiedlichen Themen/Projekten in einer Woche kleben, es muss schaffbar bleiben! Auch hier überlege ich mir Fokusthemen für bestimmte Wochen. Den Plan am besten über den Arbeitsplatz hängen und chronologisch abarbeiten. Keine Sorge nachträglich können immer noch Änderungen gemacht werden!

Große Arbeitspakete klein schneiden wie eine Tomate

Und dann wäre da noch die bekannte Hürde: Ablenkung! Eine Email kommt herein, eine Idee springt in den Kopf, jemand ruft an… und schwups ist der Arbeitsfluss unterbrochen. Erst kürzlich habe ich von der Promodoro Technik gelesen – ich bin darin noch kein Experte, aber die ersten Versuche haben mich schon mal überzeugt. 25 Minuten konzentriert an einer Sache arbeiten, dann 5 Minuten Pause machen, wieder 25 Minuten arbeiten. Nach 2 Stunden 30 min Pause machen. So das Grundprinzip von Promodoro.

Was hat das für Vorteile:

  • Du konzentrierst dich voll auf eine Sache – aber nur 25 Minuten lang! Das ist auch für Scanner Menschen wie mich schaffbar.
  • Du entscheidest dich alle Zeitfresser und Ablenker in dieser Zeit auszuschalten oder zu ignorieren! Plane aber auch ein 25 Minuten Fenster für Email & Co ein.
  • Du kannst Aufgaben bündeln und effizienter bearbeiten: zum Beispiel alle Emails hinter einander beantworten oder schreiben. Oder dich rein auf deine Buchhaltung konzentrieren.
  • Du arbeitest mit leichtem Zeitdruck und damit effizienter – manche Schlaufen in der Arbeit sind einfach nicht notwendig. Gerade bei Recherchethemen bleibt sonst viel Zeit auf der Strecke.

Klar ist auch, dass diese Technik nicht für jeden geeignet ist. Deswegen mein Hinweis, dass dies Methoden sind, die mir weiterhelfen. Was machst du so um wieder Ordnung in den Kopf zu bekommen, würde mich sehr interessieren! 

Autorin:

DI (FH) Stefanie Jirgal
www.loesungsorientiert.at

 

2 Kommentare

  1. Hab mich wiedergefunden in deinem Artikel, Stefanie! Und tatsächlich arbeite ich auch meist so! Ausserdem hab ich mehrere Notizbücher, die an verschiedenen Stellen zur Hand sind wenn ich eine Idee habe.. ! Auch beim Friseur unter der Trockenhaube oder am Badestrand / in der Therme – so bin ich gelassen weil ich weiß, dass nichts verloren geht auch wenn ich nicht gleich dazu komme es weiter zu bearbeiten.
    Momentan bin ich allerdings tatsächlich auf Urlaub und ich gebe zu, dass es bei aller Begeisterung für meine Arbeit gut tut, 2 Wochen nicht am Schreibtisch oder im Seminarraum zu sein!!! Mails am Handy lesen zähle ich eher zur Befriedigung meiner Neugier…
    LG und angenehmen Sommer noch! Laura

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