Wege

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weg

„Lieber auf neuen Wegen stolpern, als auf ausgetretenen Pfaden auf der Stelle treten…“

Vermutlich kennst du diesen oder einen ähnlichen Spruch!

Vielleicht hast du ihn irgendwo schon einmal gelesen…. Hast du über ihn hinweggelesen, nur so drübergelesen? Innerlich zustimmend, wissend genickt… „genau! So ist es!“ um dann doch wieder in deinem gewohnten Trott weiterzuleben?

Zugegeben, es hat schon Vorteile, auf seinem Weg zu bleiben, wenn man/frau ihn gefunden, sich für einen bestimmten Weg entschieden hat. Alltag, Rituale, Komfortzone, nicht bei jedem Handgriff, bei jeder Entscheidung wieder ganz von vorne anfangen zu müssen, bringt uns bestimmt oft gut und effizient weiter… auf unseren Wegen! Wunderbar, wenn wir am „richtigen“, am „stimmigen“ Weg unterwegs sind! Dorthin, wo wir hinwollen! Da, wo wir uns, genau auf dem Weg, den wir beschreiten, wohl fühlen, wir selbst sein, unsere Fähigkeiten und Talente einsetzen können, das Gefühl haben, wirklich weiterzukommen! Weiterzukommen beim Vorantreiben unserer Projekte, beim Erledigen unserer To do’s, in unserer persönlichen Entwicklung, beim Wachsen, beim Reifen, beim bewussten Erleben all dessen, was sich unterwegs zeigt und ergibt…

Es lohnt sich, immer wieder mal Rast zu machen, sich unterwegs auf einen großen Stein oder Baumstamm zu setzen, innezuhalten: so kannst du dich freuen über die bereits zurückgelegte Strecke, den Ausblick von dort wo du gerade bist, zurückschauen, nach vorne schauen… Und hinspüren ob dir gefällt, was du siehst… nachdenken, auf deine innere Stimme achten, bevor du einfach weitergehst….

So nimm‘ immer wieder Kontakt mit dir selbst auf, achte auf deine Intuition und frage dich ab und zu in einem ruhigen Moment:

Bin ich am richtigen Weg?

Ist das Ziel, das ich beim Losgehen hatte, dasselbe geblieben?
Bin ich vom Kurs abgekommen, hab ich mich verlaufen oder passt die Marschrichtung nach wie vor?
Brauche ich eine Pause, eine Rast um danach wieder voller Elan weitergehen zu können?
Oder ist es gar an der Zeit, die Richtung zu ändern und einen anderen Weg einzuschlagen?
Kommt mir der Weg sehr beschwerlich, eng oder steil vor? Bewege ich mich in schwierigem Gelände? Oder fühlt es sich mehr wie ein beschwingter, fröhlicher Spaziergang in inspirierender, schöner Umgebung an?

Was fällt dir sonst noch ein oder auf wenn du so über deinen momentanen Weg nachsinnst?
Vielleicht stehst du gerade an einer Weggabelung und kannst dich nicht für eine Abzweigung entscheiden…

Diese und weitere Fragen und Überlegungen können uns davor bewahren, wertvolle (Lebens-)Zeit zu verschwenden indem wir z.B. Wege gehen, die gar nicht wirklich unsere sind. Die wir einfach beschritten haben, weil sie viele andere vor uns schon gegangen sind oder weil sie jemand anderer für uns vorbereitet hat, vermeintlich den Weg geebnet hat. Das muss nicht falsch sein!

Die Frage ist vielmehr, ob es für uns (noch) stimmig ist, uns mit Sinn und Freude erfüllt, unseren Werten entspricht, der Allgemeinheit oder den betrieblichen Zielen wirklich dient!

Mag.a Laura Pepe-Esposito | Individuelle und betriebliche Gesundheitsförderung.

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