Schmackhafte Paradeiser – wie gelingt’s?

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Zeitgerecht anziehen.

Wir bauen unsere Paradeiser erst sehr spät – am 1. April – an. Sie sind also jetzt erst 2 oder 3 Blätter groß. Die Paprika und Melanzani kommen schon Anfang März in die Erde, sie brauchen etwas länger in der Entwicklung. Alle kälteempfindlichen einjährigen Gemüse profitieren von einer zeitgerechten – aber nicht zu frühen Anzucht. Denn wenn die Wurzeln einmal an die Grenzen der Gefässe stossen stockt das Wurzelwachstum, was für die spätere Entwicklung nachteilig ist. Das Wurzelwerk breitet sich dann nicht mehr so tief und breit in die Erde aus, und die Pflanzen bekommen weniger Wasser und Nährstoffe, sind somit anfälliger in Trockenperioden im Sommer und schmecken nicht so intensiv!

Gurken, Kürbisse und Melonen nehmen eine zu frühe Anzucht besonders übel, denn ihr Wurzelwachstum ist besonders gehemmt wenn sie einmal keine Platz zur Ausbreitung mehr hatten. Später angezogene Pflanzen die ungehemmt wachsen dürfen holen den Größenvorsprung schnell auf und tragen dann besser und länger.

Auspflanzen und Pflege:

Die Pflanzen beim Aussetzen gut angiessen, sie sind auch dankbar für eine gute Portion Kompost oder einige ins Pflanzloch gelegte Brennesselblätter. Auf dem Balkon auf ausreichend große Gefässe und regelmäßige Wassergaben achten.

Im Garten nur giessen wenn sie die Blätter hängenlassen!

Denn die Pflanze streckt sich auf der Suche nach Wasser mit ihrem Wurzelwerk weit in den Boden und wird so standfester und produziert geschmackvolle Früchte. Wenn sie aber täglich gegossen wird ist sie faul und somit auch anfälliger. Pfefferoni werden sogar besonders scharf, wenn sie regelmäßgie Trockenperioden überstehen müssen.

Für eine Mulchschicht sind diese Pflanzen dankbar. Bei Paradiesern kann man sowohl auf das aufbinden als auch auf das ausgeizen verzichten, wenn sie auf einer Strohschicht liegend gezogen werden.

Gugelwaldgarten

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