Olivenöl – Alles im grünen Bereich?

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Fruchtig . Bitter . Scharf

Ja, so soll ein Olivenöl der Güteklasse „Nativ extra“ schmecken.
Über die Nase wird die Fruchtigkeit eines Olivenöls wahrgenommen. Bitter schmeckt man auf der Zunge. Und die Schärfe spürt man insbesondere beim Schlucken. Man unterscheidet zwischen leichten, intensiven und sehr intensiven Ölen.

Und wie schmeckt ihr Olivenöl?

Kurze Info: In Europa wird Olivenöl in acht Güteklassen eingeteilt. Beschränken wir uns auf die drei für native Öle geltenden Kategorien. „Na¬tives Olivenöl Extra“ ist die erste Güteklasse ohne sensorische Fehler. Leichte Fehler sind bei „nativem Olivenöl“ erlaubt. Hat ein Öl deutliche Fehler, dann handelt es sich um ein Lampantöl. Dieses ist nicht für den Verzehr geeignet.

In den letzten Jahren war viel über Olivenölskandale und Panschereien zu lesen. Leider zu recht, denn über 90% unserer Olivenöle sind fehlerhaft. D.h. die Öle entsprechen nicht der Güteklasse „Natives Olivenöl extra“ (extra vergine). Doch ein Blick in unsere Supermarktregale zeigt, dass praktisch nur „Natives Olivenöl extra“ angeboten wird.

Auf was kann ich mich dann als Konsument verlassen?
Nur auf ihre eigene Nase und ihren Gaumen. Riecht das Öl fruchtig? Erwünscht sind frische, grüne, florale Noten – nach frisch geschnittenem Gras, Tomatengrün oder Artischocken. Nehmen Sie einen Schluck, schlürfen Sie – frische, fruchtige Aromen und Bitter sind positive Zeichen. Spätestens nach dem Schlucken sollte sich eine Schärfe einstellen. Ein Zeichen für reichlich vorhandene Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe).

Nur wenn Sie eindeutig fruchtig, bitter und scharf wahrgenommen haben, haben Sie ein Olivenöl der Kategorie „nativ extra“.

Romana Fertl

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