Ölwechsel

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Kann es ein gutes „natives Olivenöl extra“ um € 7,99/Liter geben?

Nein. Gutes Olivenöl hat seinen Preis.

„Die auf dem Weltmarkt zusammengekaufte Billigware im Supermarkt stammt in aller Regel aus Oliven, die bereits auf dem Weg der Kompostierung sind und in Ölmühlen verarbeitet werden, in denen der Brei munter oxidiert und natürliche Abbauphänomene unterstützt werden. Die Qualität solcher, oft schon alter Öle ist stark geschädigt. Die wertvollen sekundären Pflanzenstoffe (Antioxidantien und Vitamine) sind schon stark beeinträchtig.“
(Andreas März, Merum).

Die meisten Supermarktöle fallen unter Etikettenschwindel. D.h. minderwertige Öle werden als „extra vergine“ deklariert, obwohl das Gesetz Topqualität vorschreibt.

Ein korrektes, fehlerloses Nativ Extra (Extra Vergine) wird es kaum unter € 15,-/Liter geben. Ein Ölwechsel macht also durchaus Sinn.

Wenn Sie als Verbraucher gutes von schlechten Olivenölen unterscheiden wollen, dann müssen Sie ihre Nase und ihren Gaumen darauf schulen.
Gutes Öl riecht pflanzlich und frisch. Grüne Aromen wie frisches Gras, Gartenkräuter, Artischocken, grüne Tomaten oder Tomatenblätter deuten auf die Verwendung von gesunden, nicht überreifen Oliven und eine perfekte Verarbeitung hin. Diese Öle haben auch einen hohen Anteil der gesundheitlich wertwollen Antioxidantien, die etwas bitter und scharf schmecken.

DI Romana Fertl | Opensense | Genuss Seminare
Buchtipp: Tom Müller – Extra Vergine. Die erhabene und skandalöse Welt des Olivenöls.

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