Für Gewerbetreibende…

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Seit 2011 gelten für Gewerbetreibende verschärfte Vorschriften zur BEKÄMPFUNG VON GELDWÄSCHE UND TERRORISMUS.

Die Gewerbebehörde kann die Einhaltung überprüfen.

Bestimmte Branchen wie Immobilienmakler, Versicherungsvermittlung oder Unternehmensberatung sowie Händler mit Bareinnahmen über 15.000 Euro je Transaktion, müssen den Ausweis ihrer Kunden kontrollieren und kopieren. Verdachtsfälle müssen außerdem gemeldet werden.

Ob diese Bestimmungen eingehalten werden, wird von der Gewerbebehörde im Zuge eines Fragebogens kontrolliert. Bei zu später Beantwortung oder Auskunftsverweigerung drohen Strafen von bis zu 30.000 Euro!

Die allgemeinen Sorgfaltspflichten entstehen für Gewerbetreibende bei
– Begründung einer Geschäftsbeziehung
– Abwicklung gelegentlicher Transaktionen in Höhe von € 15.000,- oder mehr
– Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung
– Zweifel an der Echtheit oder der Angemessenheit von Kundenidentifikationen

Zu den wichtigsten Pflichten der Gewerbetreibenden zählen
– die Feststellung und Überprüfung der Kundenidentität auf Grundlage eines amtlichen Lichtbildausweises (Erstellen einer Kopie),
– gegebenenfalls zusätzlich die Feststellung der Identität des
wirtschaftlichen Eigentümers bei Gesellschaften (zB.: Firmenbuch-auszug),
– die Einholung von Informationen über Zweck und angestrebte Art der Geschäftsbeziehung,
– die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (Plausibilität der Transaktionen),
– die Schaffung interner Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflichten (Information und Schulung der Mitarbeiter).

Autorin: Martina Janka

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